• Mittwoch, 28. Oktober 2020 15:05

Top-Gilde zerbricht nach 15 Jahren

Stitch
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Die Gilde Method galt über Jahre als die Vorzeige-PvE-Gilde in World of Warcraft. Jetzt verlassen Dutzende von Spielern, Streamern und wichtigen Führungspersonen die Gilde. Der Chef Scott „Sco“ McMillian übernimmt die Verantwortung und sagt: Er habe die Fans enttäuscht und versagt. Man habe den Kopf in den Sand gesteckt und dem Falschen geglaubt.

Das ist Method: Die Gilde Method wurde 2005 von Scott McMillan gegründet. Die Gilde konzentrierte sich auf kompetitives Raiden, die balgten sich mit anderen Top-PvE-Gilden darum, wer die World Firsts holt.

Seit 2018 hat sich die Gilde stärker professionalisiert und angefangen, die Raids live auf Twitch zu übertragen.

Method galt lange als die „führende Gilde“ in WoW und hatte gerade begonnen, sich breiter aufzustellen und zu expandieren. Zuletzt hatte man sich von Partner Red Bull getrennt, um in Zukunft die Vermarktung von World-First-Kills selbst in die Hand zu nehmen.

Vorwurf: Untätigkeit gegen Gildenmitglied

Darum zerbricht die Gilde: Der Gilde Method wird vorgeworfen, zu wenig gegen den Spieler MethodJosh unternommen zu haben. Dem Spieler wurden jetzt von 8 unterschiedliche Frauen über Social Media Vorwürfe gemacht, sie sexuell misshandelt zu haben.

Die Vorwürfe gehen bis hin zu einer Vergewaltigung, wegen der MethodJosh 2019 offenbar von Twitch gebannt wurde. Der Spieler soll Method sogar darüber informiert haben, dass eine polizeiliche Untersuchung gegen ihn laufe.

Method hat den Spieler nach den Vorwürfen nun zwar ausgeschlossen, aber das wurde von vielen Mitgliedern und Partnern als ungenügend empfunden. Die Gilde hätte früher und entschlossener gegen den Spieler vorgehen müssen, so die einhellige Meinung.

Zahlreiche Mitglieder, Sponsoren und Partner von Method wollen jetzt nicht mehr mit der Gilde in Verbindung gebracht werden und trennen ihre Bande.

Mehr als 50 Abschiedsbotschaften von Method – Sogar Goldseller gehen

Das ist bei Method los: In einem reddit-Thread sind alle Abgänge von Method in den letzten Tagen aufgeführt (via reddit). Es ist eine lange, lange Liste mit Tweets und Abschiedsbotschaften. Insgesamt kommen über 50 dieser Nachrichten zusammen:

  • Der WoW-Streamer Esfand geht, zusammen mit vielen anderen Castern, Streamern, Aushängeschildern und Content-Creators
  • Die Top-Teams im EU-PvP und im NA-PVP sind schon weg
  • Auch das „Dungeon“-Team verschwindet nach und nach von Method
  • Dazu ziehen sich zahlreiche Profi-Spieler des Raid-Teams von Method zurück
  • Sponsoren wie Corsair oder MSI trennen ihre Verbindung
  • Führungskräfte, die erst noch versuchten, den Laden zusammenzuhalten, wie die General Mangerin, haben die Gilde verlassen

Blizzard sagt in einem Statement, man arbeitet nicht mit Method zusammen und werde das künftig nicht tun (via PC Gamer).

Sogar Goldseller distanzieren sich von der Gilde.

„Kopf in den Sand gesteckt“

Das sagt der Chef: Der Gründer der Gilde, Scott „Sco“ McMillan, hat sich in einem Statement an die Fans gewandt. Er sagt, dass Method die Fans enttäuscht hat und er sie enttäuscht hat. Damit müsse er jetzt leben.

Er erklärt dann, dass Josh ihnen immer wieder versichert habe, dass an den Vorwürfen nichts dran sei. Man habe ihm geglaubt. Im Rückblick, sagt McMillan, habe man einfach den Kopf in den Sand gesteckt.

Er sagt, der Spieler habe sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine polizeiliche Untersuchung gegen ihn läuft, aber die Gilde davon überzeugt, dass nichts dran sei. Als er dann später beweisen konnte, dass die Untersuchung eingestellt worden war, nahm Method das als Beweis dafür, dass Josh im Recht ist und setzte sich sogar wieder dafür ein, dass er auf Twitch streamen konnte.

Nach den Anschuldigungen im Juni sah Method aber ein, dass es kein Entschulden für sein Verhalten gab und warf Josh raus. McMillan spricht davon, dass man die „der vollen Tiefe seiner Verderbtheit“ erkannt habe.

McMillan sagt, er werde sich jetzt Zeit nehmen, um über seine Zukunft nachzudenken und über die Zukunft von Method.

Die Leute hätten ihm vertraut, er habe sie enttäuscht, das werde er sich nie vergeben.


Quelle: meinmmo


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